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Wald-A-B-C

A - wie Abholzeit.

Es gibt zwei verschiedene Abholzeiten. Die erste ist um 12.45 Uhr, für die Kinder die Zuhause Mittag essen möchten; die zweite ist um 13.45 Uhr für die Kinder die im Kindergarten ihr zweites Frühstück essen wollen. Zu welcher Zeit die jeweiligen Kinder abgeholt werden muss uns vorher bekannt gegeben werden, da oft die Gruppe zur Mittagszeit aufgeteilt wird und nur die abzuholenden Kinder um 12.45 Uhr zum Lager zurückkehren, während die „Mittagskinder“ bis 13.45 Uhr noch im Wald verbleiben.

 

B - wie Bringezeit.

Die Bringezeit ist von 8.00 – 9.15 Uhr. Damit um 9:30 Uhr der Morgenkreis beginnen kann und alle Kinder bis spätestens zu dieser Zeit gebracht und „startbereit“ sind. Ist dies mal nicht möglich und es kommt jemand zu spät, ist es für alle angenehmer wenn die Nachzügler außerhalb des Kindergartengeländes das Ende des Morgenkreises abwarten und sich erst danach zur Gruppe gesellen.

 

C – wie Celcius.

Die Temperaturen im Wald sind immer etwas niedriger als auf den Wiesen oder etwa vor dem Wohnhaus. Also am besten die Kinder immer ein wenig wärmer anziehen als für einen Dorfspaziergang. Und vormittags kann es im schattigem Wald sogar im Hochsommer sehr kühl sein! Insbesondere die Zeit beim Frühstück ist die kälteste Zeit für uns alle, wenn wir nach dem Laufen erhitzt zur Frühstückstelle ankommen und im oftmals feuchten, schattigen Wald unser Lager aufschlagen und ruhig dasitzend unsere Vesper abhalten.

 

D – wie Durchhaltevermögen.

Das ist bei unseren Kindern sehr groß! Es ist doch immer wieder verblüffend wie gut selbst unsere Jüngsten schon unsere Wegstrecken laufen können. Ist das aber mal nicht der Fall haben wir einen Fahrradanhänger dabei in dem auch ein Kind Teilstrecken geschoben werden kann.

 

E – wie Elterngespräch.

Unsere Elterngespräche finden nicht nur dann statt, wenn etwas im Argen liegt, sondern dienen in erster Linie dem Austausch zwischen Erzieherinnen und Eltern. Durch die Gespräche können das Team die Kinder besser kennen lernen, es ist Raum für Wünsche, Anregungen, Kritik und Schilderungen der Erzieherinnen über das jeweilige Kind im Kindergartenalltag und und und... Wer solch ein Gespräch führen möchte kann sich gerne an das Team wenden und es wird in gegenseitiger Absprache ein Termin festgelegt. Überwiegend finden die Gespräche im Anschluss an den Kindergarten statt - ohne die Anwesenheit von Kindern oder anderer Eltern.

 

F – wie Frühstück.

Das Frühstück sollte so beschaffen sein, dass die Kinder das Mitgebrachte ohne Hilfe verzehren können. Die Brotboxen und Trinkflaschen sollten demnach einfach zu bedienen sein. Süßigkeiten, Trinkbeutel (wie "Quetschies" und andere „Neidfaktoren“ gehören nicht in den Kindergartenrucksack. Im Frühling, Sommer und Frühherbst sollte auf alles Süße (Aufstriche, zu süßes Obst, Säfte) verzichtet werden, denn das spricht sich schnell unter den Insekten herum… Eine „Restedose“ (für Eierschalen, Obstschalen, runtergepurzelte Brotstücke, etc.) gehört zur Frühstücksausstattung dazu. Bei kaltem Wetter ist ein Tee oder heißer Orangensaft in einer Thermokanne (gibt es auch ganz klein) ideal im Waldkindergarten.

 

G – wie Gesundheit.

Grundsätzlich gehören nur gesunde Kinder in den Kindergarten! Bei Fieber, Durchfall oder Erbrechen sollten die Kinder mindestens einen Tag Symptomfrei sein, bevor sie wieder in den Kindergarten kommen. Bei ansteckenden Kinderkrankheiten sollte erst ein o.k. vom Kinderarzt gegeben sein, bevor sich das Kind wieder mit uns im Walde herumtobt.

 

H – wie ?

 

I – Insektenschutz.

Da gibt es vielerlei und vermutlich schwört jeder auf ein anderes Mittelchen bzw. eine andere Methode. Lange Kleidung, Hosen die in den Strümpfen stecken und eine Kopfbedeckung helfen bestimmt beim Schutz vor Zecken. Die beste und sicherste Methode ist aber die Kinder nach dem Kindergartentag auf diese kleinen lästigen Kerlchen abzusuchen. Zecken krabbeln erst einige Zeit auf dem Opfer herum bis sie sich verbeißen!

Bei uns haben sich Öle wie Kokos, Schwarzkümmel und Teebaum bewährt.

 

J - wie Jobs.

Um den Kindergartenbetrieb erst überhaupt ermöglichen zu können, braucht es die Mitarbeit der Eltern. Dafür gibt es verschiedene Aufgaben (Jobs). Manche Aufgaben werden regelmäßig von einer Familie erledigt, andere gehören zum Wochendienst, wie z.B. Frischwasser mitzubringen, und andere werden gemeinsam in Arbeitseinsätzen erledigt. Dafür gibt es verschiedene Teams mit unterschiedlichen Aufgaben.

 

K – wie Kleidung.

Grundsätzlich gilt: Wir sind meistens so angezogen, wie es für den Vortag ideal gewesen wäre…

Bei großer Hitze gilt: Luftige, dünne, lange Kleidung und leichte Kopfbedeckung. Bei Kälte: die Zwiebelmethode (mehrere Kleidungsschichten übereinander). Was ausgezogen wird, sollte im eigenen Rucksack transportiert werden können (leichte Stoffe wie z.B. Fleece sind dabei klar von Vorteil). Unter Buddelhosen gehören keine steifen Jeans, eine Trainings.- Strumpf.- oder Schlafanzugshose ist doch viel bequemer. Handschuhe, Oberjacke und –Hose und Schuhe sollten immer wasserdicht sein, denn auch im Sommer können die Wiesen vom Tau sehr feucht sein. Für die Wintermützen empfehlen sich die sog. Inkamützen, da sie mit Ohrenklappen ausgestattet sind, die dort anliegen wo sie hingehören… Fausthandschuhe halten wärmer als Fingerhandschuhe. Für die Übergangsjahreszeit eignen sich Stulpen um die Hände warm zu halten. Schurwolle hält sogar im feuchten Zustand warm! Winterschuhe bzw. Stiefel sollten ein dickes Profil haben und mit wärmenden oder isolierenden Innensohlen ausgestattet sein.

 

L – wie Lieder.

Gesungen wird natürlich auch im Waldkindergarten. Die Auswahl der Lieder orientiert sich oftmals, aber nicht ausschließlich, an Jahreszeiten und Feiertagen.

 

M – wie Morgenkreis.

Der Morgenkreis ist eine Zeit um den Abschied von den Eltern zu Verarbeiten und des Ankommens im Kindergarten. Es ist die wichtigste Zeit für die Kinder um einen guten Start in den Kindergartentag zu finden. Im Morgenkreis werden Geschichten erzählt, Lieder gesungen, die Kinder gezählt, die fehlenden Kinder bedacht und der Verbleibort für den jeweiligen Tag gemeinsam gewählt.

 

N - wie Nahkampf.

Holzgewehre, Schwerter, Pfeil und Bogen, Streitäxte usw. gehören nicht in den Kindergarten… Das gilt auch für die Faschingszeit!

 

O – wie Öffnungszeiten.

Der Waldkindergarten ist: Montag bis Freitags von 8.00 Uhr bis 14.00 Uhr geöffnet. Während der Sommer- und Winterschulferien finden auch die Kindergartenferien, allerdings kürzer als für Schulkinder (!), statt. Der jeweilige genaue Termin und die Feriendauer werden in gegenseitiger Absprache von Eltern und Erzieherinnen festgelegt.

 

P – wie Plätze.

Der Waldkindergarten hat neben dem Bauwagen noch einige andere Plätze, im Wald oder Feld, zum verweilen. Welcher Platz aktuell von der Gruppe aufgesucht wird, entscheiden überwiegend die Kinder in einer Abstimmung. Auch die Benennung der Plätze liegt in Kinderhänden. So gibt es: den Rosenbaum (in dessen Umkreis von bestimmt 10 km noch nie eine Rose gesichtet wurde), den Dornröschenplatz, die Strohballenwiese, den Stockwald, den Zauberwald, das Elefantengras, der Fluss, die Kuhfladenwiese, die Wiese bei den die Rehen (die aber Hirsche sind) und viele mehr.

 

Q – wie Quallen.

Die gibt`s hier nicht!

 

R – wie Regeln.

Unsere wichtigsten Regeln lauten:

  • Haltepunkte einhalten!

  • Immer in Sicht.- und Hörweite bleiben!

  • Stockregel: mit Stöcken nicht schlagen und mit Stöcken in der Hand nicht rennen!

  • Keine Pflanzen pflücken und essen!

  • Wir schützen Menschen, Tieren und Pflanzen – Niemandem und Nichts weh tun!

 

S – wie Seilgarten.

Wenn es das Wetter zulässt, wird einmal in der Woche ein Niederseilgarten im Wald für die Kinder aufgebaut. Ältere Kinder können beim Aufbau mithelfen. Steht der Seilgarten, kann er je nach Variante zum Schaukeln, Klettern, Balancieren usw. genutzt werden.

 

T – wie Tagesablauf.

Für die Kinder die bereits vor 9.00 Uhr gebracht werden, beginnt der Tag mit freiwilliger Übernahme von kleinen Aufgaben rund um den Kindergartenalltag (Holz tragen, Feuermachen, Kisten packen, Regenplanen abnehmen, und und und) oder mit freiem Spiel. Um 9.15 Uhr beginnt für alle der Morgenkreis. Nach der Abstimmung welcher Ort für den restlichen Tagesverbleib aufgesucht werden soll, läuft die Gruppe los. Dabei darf unterwegs entdeckt, gestaunt, gespielt, geforscht und die Natur genossen werden.

Nach Ankunft am Tagesplatz werden das Lager aufgebaut, das Frühstück dem Rucksack entnommen und die Hände gewaschen. Nach einer „Lauschezeit“ und einem Tischspruch beginnt das Frühstück. Sind mindesten zwei Kinder damit fertig und haben den Rucksack wieder eingepackt, können sie zum Spiel aufbrechen. Je nach dem ist dies freies Spielen oder Projektarbeit (Vorschulstunde, Seilgarten, Vorlesen, Bastelaktionen, Expeditionen, usw.).

Nach dem Ruf „Aufräumzeit“ werden die Rucksäcke für den Heimweg gepackt. Im „Abschlusskreis“ verabschieden wir uns von dem Wald. Der Rückweg zum Bauwagen nennt sich „Laufezeit, d.h. dass in dieser Zeit wirklich gelaufen und nicht mehr gespielt und gebummelt wird.

 

U – wie Unfälle.

Unfälle können nicht immer verhindert werden, aber wir versuchen ihnen natürlich vorzubeugen. So dürfen z.B. nur die Kinder auf Bäume klettern, die selbstständig dazu in der Lage sind. Sie dürfen mit spitzen Gegenständen wie Stöcken nicht rennen oder in der Nähe Anderer spielen, Seile nur um den Bauch und nie um den Hals legen und steile Abhänge am besten auf dem Hosenboden sitzend meistern. Die Erzieherinnen frischen ihre erste Hilfe Kenntnisse regelmäßig auf. Eine Notfalltasche und ein Notfallhandy werden immer mitgeführt.

 

V – wie Verein.

Der Waldkindergarten ist ein Elternverein. Die Mitgliedsschaft wird vom Vereinsvorstand geregelt, Entscheidungen die den Kindergarten im weiten Sinne betreffen werden von allen Eltern gemeinsam mit dem Team beschlossen und getragen. Es finden monatliche Elterntreffen statt. Innerhalb des Vereins werden Ämter und verschiedene Aufgaben (Vorstand, Kassenwart, Einkaufsamt, Vertretungsorganisation usw.) an Eltern vergeben.

 

W – wie Windeln.

Im Sommer bzw. bei angenehmen Temperaturen, wenn auch viel getrunken wird, werden nach dem Frühstück alle Windelkinder gewickelt. Ist es aber sehr windig oder kalt, wird nur noch nach Bedarf (dort wo ein Düftchen aus der Buddelhose steigt) gewickelt. Mit sieben Kindern nahm das Windelwechseln eine lange Zeit in Anspruch. Letztendlich deshalb, da meist zuvor Überzeugungsarbeit geleistet werden musste…

 

X – wie x-mal.

Manches muss tatsächlich x-mal gesagt werden. Aber im Großen und Ganzen lernen die Laubfroschkinder schnell die Regeln und die Abläufe im Kindergarten kennen und akzeptieren. Die Jüngeren lernen von den Älteren – und manchmal auch umgekehrt!

 

Y – wie Yak.

Jak der, Grunz/ochse. Bos mutus, Wildrind aus Zentralasien mit geschwungenen Hörnern und langem Fell.

 

Z – wie Zeit.

Die läuft uns manchmal weg!